
Die Insel der magischen Wächter – Der große Test Auftakt der Fantasy-Reihe für Kinder ab 9 Jahren
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Eine mitreißende Geschichte über den Mut, an das eigene Sein zu glauben.
Berry lebt bei ihrem Großeltern Oli und Olla, seitdem ihre Eltern verstorben sind, noch bevor sie diese richtig kennenlernen konnte. Ihre tiefe Verbundenheit mit den Pflanzen und der Natur lassen sie zu einer wichtigen Unterstützerin beim Gärtnern auf der Insel werden. Doch dann wollen Oli und Olla sie zur Akademie der Wächter schicken.
Wächter heilen und verteidigen die Lebewesen der Natur, indem sie sich in eine Tiergestalt verwandeln, die ihnen magische Kräfte verleiht. Berry erscheint es unmöglich, so etwas zu schaffen. Was wird sie auf der Lotusinsel der Wächterakademie erwarten? Wird sie Freunde finden und gut genug sein? Oder muss sie die Akademie wieder verlassen, weil sie ihre erste Prüfung nicht besteht?
Der Reihenauftakt spielt in einer exotischen Fantasy-Welt und thematisiert Freundschaft, das Überwinden von Selbstzweifeln zermürbenden Gedankenkarussellen, Meditation, sowie den Artenschutz, der den Wächtern besonders am Herzen liegt.
Während wir in Berrys Welt eintauchen, werden unser Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen auf eine sehr einfühlsame Art und Weise gestärkt.
Die Geschichte an sich ist in diesem ersten Teil der neuen Reihe abgeschlossen, aber es lassen sich bereits spannende Handlungsstränge für den zweiten Teil erahnen.
Der Schreibstil ist flüssig und kommt mit einfacher Sprache aus. Das Kinderbuch ist mit 172 Seiten eher kurz, aber passend für die Alterszielgruppe ab 8 Jahren. Es werden sicherlich auch Lesemuffel ihre Freude an dem Buch haben.
Ich habe einige Lücken im Korrektorat entdeckt, die meine Lesefreude zwischendurch ein klein wenig beeinträchtigt haben. Aber ich muss gestehen, dass ich in diesem Aspekt eher pingelig bin und dass es im Verhältnis zum Text insgesamt wenige kleinere Fehler waren.
Die schwarz-weiß Illustrationen im Innenteil passen gut zur Atmosphäre des Buches. Insgesamt sind es relativ wenige Illustrationen der Charaktere. Dadurch wird die Fantasie beim Lesen jedoch auch besonders angeregt.
Meine Lieblingszitate und Lieblingstextstellen:
»Ich habe eine Extraportion Honigpfannkuchen gebacken.« Sie (Berrys Oma) drückte fest meine Hand. »Die kannst du dir mit den anderen Kindern auf der Überfahrt teilen. Dann findest du gleich Freunde.«
»Plötzlich spürte ich einen Ruck an meinem Herzen, wie eine Angelschnur, die bis zum Zerreißen gespannt ist. Es gab noch so viel, was ich den beiden sagen wollte! Aber der Bootsmotor heulte auf, der Wind wehte mir die Haare in den Nacken und meine Insel war nur noch ein Punkt am Horizont.
Und dann war sie verschwunden. «»Die Luft schien vor Magie zu knistern. «
»Überall um mich herum blinkten die Zwillwürmchen im
rasenden Takt meines Herzschlags. «»Es bedeutete mir viel, dass Meisterin Sunback an mich glaubte. Ich wünschte nur, ich könnte auch selbst an mich glauben. «
Wie dieses Kinderbuch das Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärkt?
Das Kinderbuch bestärkt darin, der eigenen inneren Stimme zu folgen und sich selbst zu vertrauen. Mit der Botschaft: Wenn du du selbst bist, ganz du selbst, einfach nur du, dann wird dir alles gelingen.
Ingesamt kann ich den Fantasy-Serienauftakt Kindern ab 9 Jahren von ganzem Herzen empfehlen. Ich bin jetzt schon gespannt, welche Abenteuer die liebenswerte Berry im zweiten Teil erwarten.
Die Insel der magischen Wächter ist bei cbj in der Penguin Verlagsgruppe erschienen. Hier findest du einen *Blick ins Buch*.
Die Geschichte ist der Feder von Christina Soontornvat entsprungen. Bettina Obrecht hat den Text aus dem Englischen übersetzt.
Die wunderschöne Coverillustration sowie die Vignetten im Innenteil sind von der Illustratorin Alina Brost.